Werbeartikel

Werbeartikel veredeln: So wählen Sie das richtige Verfahren

Écrit par : Paul Polyakov

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Temps de lecture 13 min

Das Produkt ist ausgewählt, das Logo liegt vor, offen bleibt die Veredelung. Wer Werbeartikel veredeln lassen möchte, findet in unserer Auswahl an Werbeartikeln mit Logo dieselbe Werbefläche in sehr unterschiedlicher Ausführung: bedruckt, bestickt oder graviert. Denn nicht das Motiv entscheidet über die Wirkung, sondern die Anbringungsart.

Warum das Verfahren so viel Gewicht hat? Weil es darüber bestimmt, ob Ihr Firmenlogo nach zwei Jahren noch markengerecht aussieht oder längst verblasst ist. Drei Punkte sprechen für eine bewusste Entscheidung:

  • Das Motiv bleibt lesbar und im Corporate Design, statt nach wenigen Wochen auszubleichen.

  • Die Kosten bleiben planbar, weil die Technik zur Auflagenhöhe passt.

  • Der Artikel wirkt wertig statt billig, weil Material und Veredelung zusammenpassen.

Dieser Ratgeber ist kein Glossar, sondern eine Entscheidungshilfe. Wir gehen die vier Kriterien durch, die in unserer Fertigung tatsächlich über das Verfahren entscheiden: Material, Auflage, Optik und Haltbarkeit, und zwar in genau dieser Reihenfolge. Jedes Kriterium schließt weitere Techniken aus, bis am Ende meist nur noch zwei sinnvolle Optionen übrig bleiben. Dazu erhalten Sie eine Vergleichstabelle aller Techniken sowie die Grenzfälle, die in Angeboten selten stehen: warum Sublimationsdruck auf reiner Baumwolle nicht funktioniert, warum ein Faserlaser an poliertem Aluminiumguss scheitert und warum ein exakter Pantone-Ton auf Textil ein Versprechen ist, das seriöse Hersteller so nicht geben.

Material, Auflage, Optik, Haltbarkeit: die vier Kriterien

Nicht das Verfahren bestimmt das Produkt, sondern Material und Auflage bestimmen das Verfahren. Wer Werbeartikel veredeln lässt, arbeitet dabei mit drei Grundprinzipien: Druck legt Farbe auf oder in die Oberfläche, Gravur trägt Material ab, Stickerei bringt Garn ins Gewebe. Alles Weitere ist eine Frage der Reihenfolge, in der Sie prüfen.

Am Anfang steht immer das Material. Metall, Glas, Holz, Kunststoff, Baumwolle, Polyester, RPET und Filz reagieren jeweils nur auf einen Teil der Techniken. Ebenso hart filtert die Form der Werbefläche: flach, gewölbt oder zylindrisch schließt ganze Veredelungsverfahren aus, unabhängig vom Werkstoff. Damit fällt bereits die Hälfte der Optionen weg. Erst danach entscheidet die Auflage, ob sich ein Werkzeugverfahren rechnet. An dritter Stelle folgt die Optik: Wie viele Farben hat Ihr Logo, ist es ein Linienlogo oder ein Fotomotiv mit Verläufen, soll das Ergebnis flach in der Oberfläche liegen oder als Relief fühlbar sein? Ein zweifarbiges Linienlogo lässt fast alle Wege offen, ein fotorealistisches Vollmotiv reduziert die Auswahl sofort auf Digitaldruck, Sublimationsdruck oder DTF. Wie das im Sortiment aussieht, zeigen unsere Werbeartikel mit Logodruck quer durch alle Materialgruppen.

Zuletzt kommt die Haltbarkeit, und sie ist wichtiger, als viele Angebote nahelegen. Laut GWW bleiben 62 % der Werbeartikel länger als ein Jahr im Besitz des Empfängers. Wenn der Artikel also länger als ein Jahr im Einsatz bleibt, muss die Veredelung ebenfalls länger als ein Jahr halten, sonst wirbt am Ende ein abgeriebenes Logo für Ihre Marke. Ein praktischer Hinweis vorab: Halten Sie Ihr Logo als Vektordatei bereit, alle Details dazu stehen in der FAQ.

Verfahren Geeignete Materialien Mindestauflage Farbanzahl Haltbarkeit Typische Produkte
Mechanische Gravur Hartkunststoff, Metall ab 1 Stück ohne Farbe dauerhaft Schlüsselanhänger, Namensschilder
Lasergravur (Faser 1.060 nm / CO2 10.600 nm) Edelstahl, Aluminium, Messing / Holz, Leder, Glas, Acryl ab 1 Stück ohne Farbe (Ton in Ton) 10 Jahre und mehr Trinkflaschen, Kugelschreiber, Holzbretter, Gläser
Tampondruck Kunststoff, Metall, Glas, Keramik, gewölbte Flächen 50-100 bis 4 PMS (±0,1 mm) 3-5 Jahre Kugelschreiber, USB-Sticks, Powerbanks
Siebdruck Baumwolle, Polyester, Mischgewebe, flache Flächen 50-100 6-8 Farben über 100 Wäschen T-Shirts, Sweatshirts, Baumwolltaschen
Rundum-Siebdruck (360°) zylindrische Objekte 100-200 bis 4 PMS 100+ Spülgänge Trinkflaschen, Tassen, Gläser
Sublimationsdruck Polyester, Polyamid, helle beschichtete Träger 20-50 Vierfarbdruck, fotorealistisch über 100 Wäschen Sportshirts, weiße Tassen, Fahnen
Digitaldruck (DTG) Baumwolle, Bio-Baumwolle ab 1 Stück Vierfarbdruck 30-50 Wäschen Kleinserien, Seminarkits
Transferdruck / DTF Baumwolle, Polyester, Mischgewebe, Kunstleder 10-30 Vierfarbdruck bis 50 Wäschen Eventshirts, Kleinserien
Stickerei alle Textilien 20-50 bis 12 Farben über 100 Wäschen Poloshirts, Caps, Jacken
3D-Stickerei dicke Textilien, strukturierte Caps 25-50 mehrfarbig, Relief 2-3 mm über 100 Wäschen Corporate Caps, schwere Sweatshirts

Siebdruck oder Tampondruck: wann welches Verfahren?

Die Entscheidung zwischen diesen beiden Klassikern fällt nicht über den Preis, sondern über die Geometrie der Werbefläche: flache Fläche bedeutet Siebdruck, gewölbte oder unebene Fläche bedeutet Tampondruck. Der Silikontampon legt sich auf konkave und konvexe Oberflächen, also auf Griffe, Kappen und Rundungen, wo ein starres Sieb schlicht nicht aufliegt.

Im Tampondruck wird das Motiv in ein Klischee graviert, die Farbe mit der Rakel abgezogen und vom Silikontampon auf den Artikel übertragen. In unserer Fertigung erreichen wir damit bis zu 4 Farben bei einer Passgenauigkeit von ±0,1 mm, was sehr feine Details auf kleinen Flächen möglich macht. Die Mindestauflage liegt bei 50 bis 100 Stück, die Haltbarkeit bei 3 bis 5 Jahren im normalen Gebrauch, wobei starke Abrasion dem Druckbild zusetzt. Beim Siebdruck auf Textil arbeiten wir mit Plastisolfarbe, die nicht an der Luft trocknet, sondern bei rund 160 °C ausgehärtet wird. Das Ergebnis deckt auch auf dunklen Stoffen, verträgt 6 bis 8 separierte Farben und übersteht über 100 Wäschen.

Ein Punkt, den wir offen ansprechen: Pantone-Sonderfarben sind im Tampondruck und im Siebdruck auf Plastisolbasis am genauesten reproduzierbar. Bei wasserbasierter Siebdruckfarbe auf Textil ist ein zu 100 % exakter Pantone-Ton dagegen nicht garantiert, weil der Coated-Fächer für Papier entwickelt wurde. Die Farbhersteller liefern hier angenäherte Uncoated-Werte. Wer kleine Rundungen bedrucken lassen will, etwa bei personalisierten Stiften mit Logo, fährt am Schaft und an der Kappe mit dem Tampondruck am sichersten.

Textilien veredeln: Stickerei, Siebdruck oder DTF?

Bei Textilien entscheidet zuerst die Faser, dann die Stückzahl, und erst danach der gewünschte Look. Die Stickerei liefert die unmittelbarste Premium-Wahrnehmung, weil sie haptisch ist: Das Garn liegt sichtbar im Gewebe. Dafür wird Ihr Logo zunächst als Stickdatei gepuncht, um die Stichzahl festzulegen. Eine Brust-Stickerei im Standardformat 8 × 8 cm verträgt bis zu 12 Garnfarben und übersteht über 100 Wäschen, ab 20 bis 50 Stück. Eine Grenze nennen wir offen: Sehr feine Schriften und dünne Linien sind gestickt nicht mehr lesbar. In diesem Fall ist Druck die bessere Wahl, etwa auf hochwertigen Sweatshirts zum Besticken mit klarem Brustlogo für die Firmenkleidung.

Für bedruckte T-Shirts mit Logo aus Baumwolle oder Mischgewebe gibt es drei Wege, die sich sauber nach Auflage und Waschbeständigkeit trennen. Der Siebdruck bleibt der Maßstab für größere Serien ab 50 bis 100 Stück mit über 100 Wäschen. Der Digitaldruck (DTG) arbeitet mit wasserbasierten Tinten, druckt fotorealistisch ab 1 Stück, hält aber nur 30 bis 50 Wäschen und funktioniert nicht auf reinem Polyester oder Stretchgewebe. Der Transferdruck / DTF druckt das Motiv auf PET-Folie, bestäubt es mit thermoplastischem Klebepulver und presst es bei etwa 160 bis 170 °C für 10 bis 15 Sekunden auf: ab 10 bis 30 Stück, bis zu 50 Wäschen.

Zwei Fallstricke stehen selten im Angebot, obwohl sie über die Lebensdauer veredelter Werbeartikel aus Textil entscheiden. Erstens ist Sublimationsdruck auf 100 % Baumwolle chemisch unmöglich. Er funktioniert bei 190 bis 205 °C und 45 bis 60 Sekunden Presszeit nur auf Polyester, Polyamid und hellen beschichteten Trägern, liefert dort aber randlose, fotorealistische Motive mit über 100 Wäschen. Zweitens reißt DTF auf Stretch-Polyester mit der Zeit auf, weil sich der Film mit dem Gewebe dehnt.

Metall, Glas und Holz: Lasergravur als Dauerlösung

Bei Metall, Glas und Holz ist die Lasergravur in aller Regel die langlebigste Lösung, weil sie Material abträgt, statt Farbe aufzutragen. Sie hält über 10 Jahre, ist UV- und spülmaschinenfest, funktioniert ab 1 Stück und kommt ohne Chemie aus, was sie zum sinnvollsten Verfahren für nachhaltig gedachte Serien macht. Besonders deutlich wird das bei doppelwandigem Edelstahl, etwa bei unseren Thermosflaschen mit Gravur.

Entscheidend ist die Wellenlänge, und genau diese Unterscheidung fehlt in den meisten Ratgebern. Der Faserlaser mit 1.060 nm ist für Metalle gemacht: Edelstahl 18/10, eloxiertes Aluminium, Messing, Stahl und Kupfer. Auf Edelstahl entsteht dabei eine Ton-in-Ton-Schwärzung, weil der Strahl die Schutzschicht entfernt, es wird also keine Farbe aufgetragen. Der CO2-Laser mit 10.600 nm arbeitet mit einer Wellenlänge, die organische Materialien absorbieren: Holz, Leder, Glas, Acryl und Papier. Auch hier gilt eine ehrliche Grenze: An poliertem Aluminiumguss wird der Strahl reflektiert, und verchromtes Zamak sowie sehr dünne thermoplastische Harze eignen sich nicht.

Gläser gravieren lassen führt über denselben CO2-Laser zu einer mattierten, sehr fein aufgelösten Oberfläche ohne jeden Farbauftrag. Ergänzend bleibt die mechanische Gravur relevant, bei der ein rotierendes Fräswerkzeug Lettern und Motive in die Tiefe arbeitet. Auf Hartkunststoff und Metall wie Messing, Aluminium oder Edelstahl entsteht so eine fühlbare Gravur mit handwerklicher Signatur, ab 1 Stück und dauerhaft. Die Abgrenzung zum Laser ist einfach: Der Laser löst feinste Linien sauber auf, die Fräsgravur geht dafür spürbar in die Tiefe. Wo das Logo ertastet werden soll, etwa auf Schlüsselanhängern aus Metall oder auf Namensschildern, ist sie die passendere Wahl.

Runde Produkte: Rundum-Siebdruck für Flaschen und Tassen

Zylindrische Artikel sind der Fall, an dem flache Markierverfahren scheitern. Der Rundum-Siebdruck, auch 360°-Siebdruck genannt, druckt ohne Unterbrechung über den gesamten Umfang eines runden Objekts. Ein einzelnes flaches Druckfeld sitzt dagegen immer nur auf einer Seite und endet dort, wo die Rundung beginnt. Bei Mustern, umlaufenden Streifen oder einem vollflächigen Markenauftritt fällt dieser Bruch sofort auf. Das Rotationsverfahren führt das Motiv stattdessen sauber um die Kontur und bis an den Henkel heran, in bis zu 4 PMS-Farben.

Der Preis dieser Freiheit ist die Auflage: Mit 100 bis 200 Stück liegt die empfohlene Mindestmenge am oberen Ende unserer Verfahren, das Rundum-Verfahren lohnt sich also erst bei echten Serien. Dafür überstehen so bedruckte Keramikartikel über 100 Spülmaschinengänge und zeigen eine sehr gute UV-Beständigkeit. Bei kleineren Mengen bleiben zwei Auswege, und die Wahl zwischen ihnen hängt am gewünschten Ergebnis: Die Lasergravur auf Edelstahlflaschen liefert ab 1 Stück ein dauerhaftes Ton-in-Ton-Ergebnis ohne Farbe, eignet sich aber nur für klare Linienlogos. Der Sublimationsdruck auf weiß beschichteter Keramik erlaubt umgekehrt ein fotorealistisches Vollmotiv im Vierfarbdruck ab 20 bis 50 Stück, setzt dafür aber einen hellen, beschichteten Träger voraus. Wie sich Rundung, Henkel und Firmenlogo zusammenbringen lassen, zeigen unsere personalisierten Tassen mit Logo, allesamt spülmaschinenfest veredelt.

3D-Stickerei: wenn das Logo Relief zeigen soll

Die 3D-Stickerei erzeugt ein sichtbares und fühlbares Relief von 2 bis 3 mm und damit eine Fernwirkung, die kein flaches Verfahren erreicht. Typische Träger sind strukturierte Corporate Caps, schwere Sweatshirts und Softshelljacken, ab 25 bis 50 Stück und mit über 100 Wäschen Haltbarkeit. Wer Caps besticken lassen möchte, erhält ein Garnrelief, das an der strukturierten Front über dem Schirmansatz steht und noch über mehrere Meter Distanz lesbar bleibt, wo eine flache Stickerei mit dem Gewebe verschmilzt.

Technisch steckt dahinter ein Schaumstoff, der zwischen Gewebe und Garn liegt: PE 10 ist dichter und für strukturierte Caps gedacht, PE 20 weicher und für Sweatshirts, jeweils in 2 bis 4 mm Stärke. Damit der Schaumstoff sauber abgedeckt und an den Kanten getrennt wird, verdoppeln wir die Stichdichte auf bis zu 0,20 mm und fahren die Maschine auf 500 bis 600 Stiche pro Minute herunter, mit Spitznadeln 75/11 oder 80/12. Auch hier gehört die Grenze dazu: Auf dünnen Stoffen, dünnem Fleece und leichtem Jersey drückt der Schaumstoff durch. Dort bleibt die flache Stickerei die richtige Wahl.

Veredelung nach Auflage: von 20 bis 5.000 Stück

Nach dem Material ist die Stückzahl das zweite harte Kriterium, und sie erklärt die Kostenlogik. Jedes Verfahren mit Werkzeug erzeugt einmalige Druckvorkosten, also Einrichtungskosten pro Motiv und pro Farbe: das Klischee beim Tampondruck, das Sieb beim Siebdruck, die Stickdatei bei der Stickerei. Dazu kommt ein Stückpreis, der mit steigender Menge sinkt. Genau daraus entsteht der Schwelleneffekt, den kleine Serien spüren.

Für Kleinstauflagen und Einzelstücke ab 1 Stück arbeiten Lasergravur, mechanische Gravur und Digitaldruck ohne Werkzeug. Das erlaubt echte Hyper-Personalisierung mit Namen oder Monogrammen, ohne dass pro Variante ein neues Werkzeug anfällt. Kleinserien von 10 bis 50 Stück sind die Domäne von DTF, Stickerei und Sublimationsdruck. Ab 50 bis 100 Stück und bis in den Bereich mehrerer 1.000 Stück verteilen sich die Einrichtungskosten so weit, dass Siebdruck und Tampondruck als Veredelungsverfahren klar vorne liegen, der Rundum-Siebdruck ab 100 bis 200 Stück.

Zwei Hinweise aus der Werkstattpraxis. Planen Sie Nachbestellungen, lohnt sich ein Werkzeugverfahren früher als gedacht, weil Klischee und Sieb wiederverwendbar bleiben. Und lassen Sie vor der Freigabe einen Andruck oder ein Muster anfertigen: Das kostet Lieferzeit, verhindert aber Überraschungen bei der Farbanzahl und bei der Logoplatzierung. Motivgröße, Auflagenhöhe und Nachbestellung gehören deshalb in dieselbe Planung, wenn Sie Werbeartikel veredeln lassen. Unsere Werbeartikel mit Logodruck sind auf dieser Basis sauber kalkulierbar.

Das richtige Veredelungsverfahren 2026 wählen

Die Auswahl wird einfach, sobald Sie die Reihenfolge umdrehen: Material und Auflage bestimmen das Veredelungsverfahren, nicht umgekehrt. Metall, Glas und Holz gehen an die Lasergravur. Flache Textilien in Serie an den Siebdruck, Premium-Textilien an die Stickerei, Kleinserien an DTG und DTF. Gewölbte Kunststoffteile gehören in den Tampondruck, zylindrische Produkte in den Rundum-Siebdruck. Über allem steht die Haltbarkeit: Je länger ein Artikel im Alltag Ihrer Kunden bleibt, desto permanenter muss die Anbringung sein. Bei einem Eventshirt für eine Messe genügt ein Transferdruck, bei einer Trinkflasche, die jahrelang auf dem Schreibtisch steht, ist die Gravur die einzig sinnvolle Antwort. Für die Umsetzung folgen dann drei Schritte: Logo als Vektordatei bereitstellen, Andruck oder Muster freigeben, und die Lieferzeit für Werkzeugherstellung und Produktion realistisch einplanen.

Weil wir alle zehn Verfahren im eigenen Haus beherrschen, beraten wir nicht zum Katalog, sondern zum Paar aus Produkt und Technik. Das schließt Artikel Made in Deutschland ebenso ein wie internationale Premium-Sortimente. Sagen Sie uns Material, Menge und Motiv, und Sie erhalten eine Empfehlung mit getrennt ausgewiesenen Druckvorkosten. Den Ausgangspunkt bildet unsere Auswahl an Werbeartikeln mit Logo.

FAQ: Werbeartikel veredeln

Was bedeutet Veredelung bei Werbeartikeln?

Veredelung bezeichnet jede Technik, die ein Logo oder Motiv dauerhaft auf einem Produkt anbringt. Drei Familien lassen sich unterscheiden: Der Druck legt Farbe auf oder in die Oberfläche, die Gravur trägt Material ab, und die Stickerei bringt Garn ins Gewebe. Unter den Begriff fallen damit Siebdruck, Tampondruck, Digitaldruck und Sublimationsdruck ebenso wie Lasergravur, mechanische Gravur, Stickerei und 3D-Stickerei. In der Praxis wird der Begriff synonym mit Werbeanbringung oder Anbringungsart verwendet, gemeint ist stets derselbe Arbeitsschritt zwischen Rohartikel und fertigem Werbemittel. Nicht dazu zählen Verpackung, Etikett oder Beilagen, weil sie das Produkt selbst unverändert lassen. Welche Technik in Frage kommt, ergibt sich aus Material und Auflage, nicht aus einer ästhetischen Vorliebe.

Welche Veredelung für welches Material?

Metall, Glas, Holz und Leder gehen am besten an die Lasergravur, wobei der Faserlaser mit 1.060 nm für Metalle zuständig ist und der CO2-Laser mit 10.600 nm für organische Materialien wie Holz, Leder, Glas und Acryl. Auf Hartkunststoff und Metall ist zusätzlich die mechanische Gravur möglich, wenn eine fühlbare Tiefe gewünscht ist. Kunststoff, Keramik und alle gewölbten oder unebenen Oberflächen sind die Domäne des Tampondrucks. Baumwolle und Mischgewebe lassen sich im Siebdruck, im Digitaldruck oder mit Stickerei veredeln, reines Polyester dagegen sinnvoll nur per Sublimationsdruck oder Stickerei. Zylindrische Objekte wie Flaschen, Tassen und Gläser verlangen den Rundum-Siebdruck. Ein Punkt bleibt unverhandelbar: Sublimationsdruck funktioniert auf 100 % Baumwolle chemisch nicht.

Wie hoch ist die Mindestauflage für veredelte Werbeartikel?

Das hängt vollständig vom Verfahren ab, weil nur ein Teil der Techniken ein Werkzeug benötigt. Ab 1 Stück arbeiten Lasergravur, mechanische Gravur und Digitaldruck (DTG), sie sind damit auch für Einzelstücke und namentliche Personalisierung geeignet. Transferdruck / DTF empfehlen wir ab 10 bis 30 Stück, Stickerei und Sublimationsdruck ab 20 bis 50 Stück, 3D-Stickerei ab 25 bis 50 Stück. Siebdruck und Tampondruck werden ab 50 bis 100 Stück wirtschaftlich, der Rundum-Siebdruck ab 100 bis 200 Stück. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen technischer Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit: Möglich ist vieles auch darunter, sinnvoll kalkuliert wird es erst ab diesen Mengen. Diese Werte sind unsere Werkstattempfehlungen aus der laufenden Fertigung, kein branchenweiter Standard: Andere Anbieter kalkulieren ihre Schwellen abweichend, und bei einem hohen Motivanteil kann die sinnvolle Untergrenze steigen.

Was kostet die Veredelung von Werbeartikeln?

Der Preis setzt sich immer aus zwei Bestandteilen zusammen. Zum einen fallen einmalige Druckvorkosten beziehungsweise Einrichtungskosten an, also Klischee beim Tampondruck, Sieb beim Siebdruck oder Stickdatei bei der Stickerei, und zwar jeweils pro Motiv und pro Farbe. Zum anderen kommt ein Stückpreis hinzu, der mit steigender Auflage sinkt, was in der Regel als Staffelpreis ausgewiesen wird. Daraus folgt eine klare Konsequenz: Bei kleinen Mengen dominieren die Fixkosten, weshalb werkzeugfreie Verfahren wie Lasergravur und Digitaldruck dort meist günstiger ausfallen. Ab mittleren Auflagen kippt der Vergleich zugunsten von Siebdruck und Tampondruck. Ein wirksamer Hebel ist die Reduktion der Farbanzahl. Ein seriöses Angebot weist Druckvorkosten und Stückpreis getrennt aus.

In welchem Dateiformat muss mein Logo vorliegen?

Ideal ist eine Vektordatei in den Formaten .ai, .eps, .pdf oder .svg, weil die Konturen in jeder Größe scharf bleiben. Für Siebdruck, Tampondruck und Gravur ist sie faktisch Voraussetzung, da diese Verfahren mit klar definierten Flächen und Linien arbeiten. Eine Pixeldatei als JPG oder PNG lässt sich in hoher Auflösung oft noch vektorisieren, das kostet allerdings zusätzliche Vorlaufzeit. Legen Sie nach Möglichkeit die Pantone-PMS-Referenzen Ihres Corporate Designs bei, das erhöht die Farbtreue spürbar. Für die Stickerei wird Ihr Logo ohnehin in eine Stickdatei umgearbeitet, das sogenannte Punchen, wobei sehr feine Linien und kleine Typografien angepasst werden müssen. Ein Andruck oder Muster vor der Freigabe schließt den Prozess sinnvoll ab.

Welche Veredelung ist die nachhaltigste?

Am sparsamsten arbeitet die Lasergravur: Sie kommt ohne Farbe und ohne chemische Hilfsmittel aus, verbraucht also kein Verbrauchsmaterial im Motiv selbst, und hält über 10 Jahre. Auf Textil sind wasserbasierte Siebdruckfarben und die Tinten des Digitaldrucks die zurückhaltendere Option, wobei sich das fertig bedruckte Textil einschließlich des Aufdrucks nach OEKO-TEX STANDARD 100 auf Schadstoffe prüfen lässt. Entscheidend bleibt aber ein anderer Gedanke: Die nachhaltigste Veredelung ist die, die nicht wiederholt werden muss. Da laut GWW die Mehrheit der Werbeartikel länger als ein Jahr im Besitz der Empfänger bleibt, zahlt jedes langlebige Verfahren doppelt ein. Mehr dazu in unserer Auswahl an nachhaltigen Werbeartikeln mit Logo.

CEO Atelier Box

Paul Polyakov – Autor des Blogs

Paul Polyakov, Mitgründer von Atelier Box und The Bon Collectif: „Ich bin begeistert von Kundenbeziehungen und Markenerlebnissen. Seit jeher achte ich auf die Wirkung von Kundengeschenken und erforsche, wie man Aufmerksamkeiten schafft, die im Gedächtnis bleiben, die Kundenbindung stärken und die Verbindung zwischen Unternehmen und ihren Kunden festigen.“

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